Überblick


Der LandesSportBund Niedersachsen (LSB) fördert Baumaßnahmen von Vereinen
  • zur Bestandssicherung
  • zur Bestandsentwicklung
nach seiner Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus.
Ziel ist es, den „status quo“ von Vereinsanlagen zu sichern, aber auch gezielt eine zukunftsorientierte Sportraumentwicklung zu ermöglichen.

Zur Bestandssicherung gehören Maßnahmen, die zur baurechtlichen, betriebsorganisatorischen und finanziellen Absicherung der baulichen Anlagen erforderlich sind (einschl. Sanierung und Modernisierung).

Zur Bestandsentwicklung gehören bauliche Maßnahmen, z.B. Erweiterungsmaßnahmen bestehender Anlagen, Umnutzung oder Umbau von Gebäuden und Freiflächen, die dem Sportverein bisher nicht zur Verfügung standen, sowie Neubauten, die eine Neuausrichtung des Sportvereins unterstützen. Maßnahmen der Bestandsentwicklung beinhalten einen höheren Planungsaufwand und sollen regionale gesellschaftliche, demografische und infrastrukturelle Faktoren sowie Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Eine Bestandsentwicklungsmaßnahme ist eine inhaltliche Neuausrichtung im Bereich Sportraum, Themen und Nutzergruppen. Darunter zu verstehen ist u.a. die Schaffung einer Sport- und/oder Begegnungsstätte für eine Sportart, die der Verein vorher noch nicht angeboten hat oder zur Erschließung neuer Nutzer-/Zielgruppen sowie die Umnutzung einer Liegenschaft in eine Sportstätte.

Für die Förderung gilt ab 01.01.2014 u.a. folgendes:
  • Bei Bestandssicherungsmaßnahmen müssen die förderfähigen Ausgaben mindestens 5.000 € betragen (bisher 7.500 €)
  • Arbeitsleistungen sind künftig zwar weiter möglich. Sie werden im Finanzierungsplan und bei der Bemessung der Förderung aber nicht mehr berücksichtigt.
  • Bei Bestandssicherungsmaßnahmen beträgt die Förderung künftig bis zu 30 % (bisher 20 %) der förderfähigen Ausgaben, bei Bestandsentwicklungsmaßnahmen bis zu 35 % (bisher 30 %).


Anwendung des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes - NTVergG

Werden Baumaßnahmen im Sportstättenbau überwiegend (über 50 %) mit öffentlichen Zuschüssen gefördert und überschreiten die Maßnahmen des geförderten Projektes den Wert von 10.000 €, wird ein Sportverein für diese Baumaßnahme zum öffentlichen Auftraggeber.
Unter die öffentlichen Zuschüsse fallen auch die vom LandesSportBund Niedersachsen im Rahmen der Sportstättenbauförderung vergebenen Fördergelder.
Dies hat zur Folge, dass das sogenannte Vergaberecht des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes - NTVergG - (§ 2 Absatz 4 NTVGergG in Verbindung mit § 98 Nr. 5 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen - GWB -) anzuwenden ist.
Bei Anwendung des Vergaberechts sind komplexe und umfangreiche Vorgaben zu berücksichtigen. Es empfielt sich daher dringend die Beauftragung eines im Vergaberecht kundigen Fachplaners (Architekt, Ingenieur, Landschaftsplaner, ...).




Das ab 01.01.2014 zu verwendende Antragsformular finden Sie hier:
Antrag auf Förderung einer Sportstättenbaumaßnahme